Dienstag, Mai 31, 2005

Achilles Verse

Ich bin gerade durch Zufall über eine sehr unterhaltsame Kolumne gestolpert und will euch das natürlich nicht vorenthalten. Zwar erzählt hier ein Marathonläufer, jedoch gibt es zwischen Läufern und Rennradfahrern ziemlich viele Ähnlichkeiten.
Kleine Kostprobe von Achim Achilles, der Schreiber, zum Thema Markenfetischismus: "Keine Szene ist so label- und fashiongeil wie das Läuferpack, höchstens vielleicht noch Rennradfahrer. Bei Klamotten setzt der Verstand aus und jeder pekuniäre Kontrollmechanismus auch..." zur Kolumne

Montag, Mai 30, 2005

Currywurst contra Torte

Wir habe gestern eine herrlich Tour durchs Oberland gedreht. Von Otterfing ging es zum Tegernsee, hinauf zur Valepp und Spitzingsee, via Marbach und Seehamersee zurück nach Hause. (108 km)

In Marbach mussten wir natürlich ein Päuschen einlegen. Ganz zufällig (?) sind wir am Winklstüberl vorbegekommen und an 30 verschiedenen hausgemachten Kuchen und Torten vorbei zu fahren wäre schlichtweg unentschuldbar. Ein Traum schlechthin war das Johannisbeerbaiser, der Rhabarberkuchen, der Zwetschgendatschi ein Gedicht, und es würde noch so viel anderes zu probieren geben... Raoul erklärte uns jedoch, dass ein echter Bayer mittags keinen Kuchen ist sondern etwas Deftiges und dass der Kuchen erst um ca. 4 Uhr seine Berechtigung findet. Mit ehrlicher Bewunderung sahen wir ihm zu, wie er während einer langen Tour als kleinen Imbiss eine Currywurst mit viel Pommes Frites in sich hineinschob. Und man höre und staune, danach ist er gefahren wie der Bruder vom Lance...

Kleine Kommentare am Rande:
"Wie kann man eine Kupferpaste verwenden, kannst ja gleich eine Marmelade reinschmieren!"
"Warum telefonierst du mit dem Taschenrechner?"
"Der Aldi-Trink-Rucksack ist voll billig gewesen,.. nur kommt nix raus,.. was heißt jetzt twist?"
"Ich Depp, jetzt fahr ich seit zwei Stunden mit angezogener Hinterradbremse, drum gehts so schwer!"

Doofe Schafe


Doofe_Schafe
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Endlich Sommer mit der ersten Hitzewelle.

Fraglich ist, ob der Schatten einer Wassertränke wirklich Kühlung bringt, wenn man ihn mit 30 Kollegen im Wollpullover teilen muss.

Dienstag, Mai 24, 2005

Kaiserwetter am Amade-Radmarathon


Hinauf in die Ramsau
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So schön kann es also am Dachstein sein. Nachdem es letztes Jahr an dieser Stelle geschneit hatte, konnten wir es dieses Jahr gar nicht glauben, wie schön es hier ist!
Der Radmarathon 2005 war ein großer Spass, nicht mal am Start mussten wir frieren und jeder der regelmäßig bei solchen Veranstaltungen mitfährt weiss, dass das wirklich selten ist.
Nette Leute, hohes Tempo, Sonnenschein: ein Radfest der besonderen Klasse.

Dienstag, Mai 17, 2005

Wo gehts hier nach Rudersdorf?


Wo gehts hier nach Rudersdorf?
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soso!
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Die Oststeiermark ist die Region der Radwege. Jedes Dorf hat eigene Radwege angelegt und beschildert hin und wieder an unbestimmten Punkten unbestimmte Routen. Damit nirgends zu viele Schilder stehen werden an den Kreuzungen immer nur einige wenige Tafeln zugelassen, was zur Folge hat, dass man sich z. B. gerade noch auf der FF14 befunden hat, um 100 m später schon auf der B73 zu sein. Dem Weg FF14 wird man vielleicht nie wieder begegnen.
Manchmal steht auch gar nichts da, was so viel bedeutet wie: Einfach geradeaus weiter oder hier hat jemand vergessen ein Schild anzubringen...
Interessant ist an der obigen Beschilderung, dass es nicht nur heißt: Mach was du magst. Sondern auch die Kilometerangabe nach Rudersdorf zwischen B75 und B73 variiert, obwohl es die gleiche Strecke ist.
Die Einheimischen meinen übrigens dazu nur: "Ihr seids aber kleinlich!"

Tagestour nach Au und Wörnsmühl




Diese Route ist 80 km lang. Über satte Almlandschaften schlängelt sich die Straße über die Anhöhen von Niklasreuth und Wörnsmühl, dies ist sicherlich auch der schönste und schwierigste Teil der Strecke.
Belohnung gibt es dann im Cafe Waldeck am Ortsende von Wall, wo es nicht nur sagenhaften Kuchen gibt, sondern auch ein Stück Bilderbuch-Bayern (Wiese, Kirche, Berge).

Freitag, Mai 13, 2005

Da hat sich der Manfred

ja was schönes ausgedacht: Die Runde am Mittwoch führte diesmal nach Kreuzstraße - Darching - Warngau - Piesenkam - Sachsenkam - Kirchbichl - Dietramszell - Lochen - Otterfing.
Der kleine Abstecher nach Hechenberg war nicht die Direkte und "da gibts eine kleine Seitenstraße neben der Hauptstrecke" verniedlichte den "Berg", den es zu fahren galt. Die Landschaft bei Hechenberg ist einen Abstecher aber immer wert und wenn dann in der Abendsonne Wendelstein und Wallberg leuchten ist man für einen Moment einfach zufrieden.

Donnerstag, Mai 12, 2005

Saisonauftakt in der Steiermark

Während hier der Winter nochmal zurück kam, hatten wir in der Steiermark herrliche Radtage. Um ganz ehrlich zu sein, es war nicht ganz so warm, wie wir gehofft hatten. Aber das Wetter war schön und bei 15 bis 20 Grad ließ es ich gut radln.

Die Routen nach Slowenien und Ungarn für die Herbstreise sind nun ausprobiert und geplant. Selbst mir geht es noch immer so, dass es mich überrascht, wie nah die Grenzen sind und wie sehr sich beim Überfahren der Grenzen alles verändert. Zugleich sind da natürlich auch die Erinnerungen aus der Kindheit, als Fürstenfeld noch scheinbar am Ende der Welt, bzw. nur wenige Kilometer vom eisernen Vorhang lag. Damals gab es den grünen Streifen, der nicht betreten werden durfte und die Wachtürme aus denen es immer unheimlich herausblinkte (Gewehrlauf? Fernstecher?). Kaum zu glauben, dass man nun einfach mit dem Rennrad rüber fährt und manchmal nicht mal mehr den Ausweis zeigen muss.

Die Weinberge rund um Fürstenfeld zeigten sich in satten Farben, auf den Fahrten begleiteten uns immer Gerüche von Erde, Nadelbäumen und wilden Blumen. Die Gerüche des Südens haben sich hier niedergelassen. Allerdings waren diese Sinneseindrücke zugleich auch immer schwer erkämpft. Die Anstiege sind nie sonderlich lang, aber gerne sind zwischendrin gemein steile Rampen. Man erkennt schnell, dass es sich um eine Region mit mildem Klima handelt: Hier rechnet man nicht mit verschneiten Straßen im Winter, die bei der Steigung mit dem Auto nicht mehr befahrbar wären.

So bleibt nun die Vorfreude auf dem Herbst, wenn es wieder zum Radfahren ins Vulkanland - Thermenland - österreichs Toskana oder schlicht: nach Fürstenfeld geht.

Montag, Mai 02, 2005

Bircher Müsli

Nie weiß ich, was ich vor einer langen Radtour essen soll. Spaghetti am Morgen sind mir nicht möglich. Brot ist zu trocken. Müsli liegt zu schwer im Magen. Aber ohne Frühstück aufs Rennrad geht auch nicht. In der Schweiz habe ich das Birchermüsli entdeckt und mit viel Überredungskunst konnte ich einen schweizer Koch dazu bringen, mir sein Rezept zu verraten. Birchermüsli hat nämlich nicht viel mit unserer Vorstellung von Müsli zu tun. Vielmehr handelt es sich hier um einen sahnig frischen Genuß, wie ein leichtes Dessert...

Das Rezept (von mir erprobt und leicht variiert):

250 g Haferflocken (gemischt feine und grobe)
300 g Beeren, Obst nach Wahl, gefroren oder frisch
1/2 l Joghurt (Frucht oder Natur)
100-200 g Zucker (bei Fruchtjoghurt eher weniger und abhängig vom Obst)
1 dl Zitronensaft
1/4 l Milch
1/4 l Orangensaft
1 kg geraffelte Äpfel
=> alles mischen und nach Geschmack 1 - 2 Becher Sahne unterheben
=> eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen
=> hält gekühlt mind. 3 bis 4 Tage